Ausstattung: Hardware

Biologisches Arbeitsmikroskop Lomo MBR-1

Biologisches Arbeitsmikroskop МБР-1

Biologisches Arbeitsmikroskop МБР-1

Biologisches Arbeitsmikroskop МБР-1

Biologisches Arbeitsmikroskop МБР-1

Technische Daten:

  • Hersteller: Leningrader Vereinigung Optisch-Mechanischer Betriebe (LOMO)
  • Baujahr: 1970
  • Vergrößerung: 56…1350 x
  • Mikrometertriebschraube Skalenwert: 0,002 mm
  • Mikrometertriebschraube max. toter Gang: 0,002 mm
  • Objekttisch Drehwinkel: 360°
  • Objekttisch Verstellbereiche: 0…8 mm
  • Verstellbereich Tubus vertikal: 0…50 mm
  • Verstellbereich Kondensorträger: 0…20 mm
  • Apertur des Kondensors: 0,3 und 1,2

Ausstattung:

  • Vereinfachter Beleuchter: OI-31 (220 V, 15 W)
  • Ersatzlampen für Beleuchter: ПШ220-15
  • Achromate: 8 x 0,2 | 40 x 0,65 | 90 x 1,25 (Ölimmersion)
  • Huygens-Okulare: 7 x | 10 x | 15 x
  • Blaues Lichtfilter
  • Mattscheibe
  • Milchglas
  • Sonstiges Zubehör

Das gesamte Mikroskop Set ist noch komplett (Gebrauchsanleitung (auch Russisch), Werkzeug, Zubehör, Attest, Packzettel, etc.).
Dem äußeren Zustand nach dürfte es kaum benutzt worden sein. Leider wurde die Übersetzung der Mikrometertriebschraube beschädigt, als es an eine Schule verliehen wurde. Für viele Jahre stand es dann nur herum und das verwendete Fett verwandelte sich mehr zu einer Art Kleber (was bei Produkten dieser Firma wohl öfter vorkommt).
Letztlich blieb nichts anderes übrig, als das gesamte Mikroskop in alle Einzelteile zu zerlegen, alles zu reinigen, neu zu fetten und wieder zusammenzubauen. Wie vermutet war bei der Feinverstellung „dem Uhrwerk“ das erste Zahnrad, welches in die Antriebswelle eingreift, beschädigt. Zum Glück war aber das Spiel recht groß eingestellt und daher nur zwei Zähne im Kopfbereich leicht beschädigt. Nach Reinigung und zusammenbau des Mikroskopes funktioniert wieder alles normal. Die beschädigten Zähne machen sich nicht bemerkbar. Glück gehabt.
Problematisch gestaltete sich das zerlegen des Objekttisches. Es war einfach nicht zu sehen wie dieses Teil zusammengebaut ist, auch in den Unterlagen war nichts zu finden. Ich wußte nur, daß der Tisch drehbar ist und deswegen irgendwie zu demontieren sein muß. Beim Versuch den Tisch zu zerlegen zerstörte ich leider die recht filigrane Mutter. Die Reparatur bzw. der Umbau, um die Mutter nicht mehr verwenden zu müssen, war allerdings kein großes Problem. Als dann endlich alles zerlegt war stellte sich heraus, daß auch die Passung vom Tisch in seinem Lager nicht stimmte und daher der Tisch gar nicht beweglich sein konnte. Der Fehler war wahrscheinlich schon ab Werk vorhanden. Dieses Problem lies sich mit etwas Nacharbeit auf der Drehbank leicht lösen. Wenn Sie ähnliche Probleme mit Ihrem Mikroskop haben sollten, dann können Sie sich gerne an mich wenden.
Zum erneuten schmieren des Mikroskops verwendete ich kein spezielles Mikroskop Fett, sondern einfache Vaseline. Das Thema Fett und schmieren bei Mikroskopen scheint gar nicht so einfach zu sein, denn es lassen sich im Internet viele Meinungen dazu finden. Die Vaseline wird in einer der unten verlinkten Anleitungen erwähnt und ich denke, für meinen Fall sollte diese vollkommen ausreichend sein.

Bei Ebay konnte ich manchmal schon diverse Zubehörteile finden, besonders interessieren würde mich der binokulare Tubus und der Fotoaufsatz. Falls jemand Infos dazu hat, bzw. sowas verkaufen möchte, bitte melden!